Presseartikel zur Ausstellung 2012

Krumbach als kulturelle Keimzelle

Fast wäre ein runder Geburtstag Jubiläum geworden: Zehn Jahre Kunstpreis. Doch Walter Pache, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Krumbach-Günzburg und Mäzen, rückte die Aussage von Lila Vogelstaller vom Krumbacher Kulturverein wieder gerade. Doch nur neun Jahre, aber bedeutsame – für Krumbachs Kultur und deren Freigeister. Bürgermeister Hubert Fischer brachte es bei der Verleihung des diesjährigen Kunstpreises dann auf den Punkt und bezeichnete diese jährliche Ansammlung von Kunstschöpfungen als „Kulturelle Keimzelle“.
Dass das Interesse an diesem Ereignis sehr groß ist, zeigte sich nicht zuletzt an der großen Anzahl von Besuchern dieses Abends im Heimatmuseum Krumbach. Das kreative Potenzial, das nun im Heimatmuseum
Krumbach der Öffentlichkeit gezeigt wird, sei beeindruckend, sagte Fischer. Am meisten beeindruckte die Jury die Werke von Jo Thoma – sie erhielt den Mittelschwäbischen Kunstpreis- und Gisela Frank wurde der Kunstpreis der Stadt Krumbach überreicht. So unterschiedlich die beiden Werke sind, sprechen sie doch alle Menschen in ihren Gefühlen an.
Gisela Franks Objekt zeigt die Hoffnungslosigkeit und dagegen Hoffnung von Flüchtlingen, die sich übers Wasser in kleinen Booten zusammengepfercht in Richtung einer besseren Zukunft aufmachen. Die Fotografie von Jo Thoma dagegen zeigt einen verfremdeten Wald mit dem Titel „The Dome“ (Der Dom). Wie in einem Kaleidoskop verschwimmt oben und unten – der Waldboden wird zur Decke und die Baumstämme werden zu Säulen, zur geheimnisvollen Wildnis, also eine Herausforderung für den Menschen. Doch jedes Kunstwerk dieser Ausstellung muss mit Zeit bedacht werden, um es vollständig aufzunehmen, zu erfassen und auch zu hinterfragen.

Sabine Relowsky in den Mittelschwäbischen Nachrichten

Krumbach als Kulturelle Keimzelle, Mittelschwäbische Nachrichten (PDF)

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